Fastenhirtenbrief von Patriarch Bartholomaios I.
Die Heilige und Große Fastenzeit ist eine Gelegenheit, die Tiefe und den Reichtum des Glaubens als „persönlicher Begegnung mit Christus“ zu erkennen. Das schreibt Patriarch Bartholomaios I. in seinem Hirtenbrief zum Beginn der heiligen großen vierzigtägigen österlichen Fastenzeit. So ist das Christsein „in höchstem Maße persönlich“, ohne dass dies bedeutet, dass „das Individuum im Mittelpunkt steht“. Christus rufe alle Menschen zum Heil, und zwar jeden Menschen persönlich, sodass die Antwort eines jeden, die immer „im gemeinsamen Glauben wurzelt“, „zugleich einzigartig“ ist.
Fasten bedeute nicht nur „Verzicht auf Nahrung“, sondern „Abkehr von den Sünden“, ein „Kampf gegen die Selbstsucht“, ein „liebevolles Hinausgehen aus uns selbst zu unseren Geschwistern in der Not“, ein „Brennen des Herzens für die ganze Schöpfung“. Die Fastenzeit ist dabei immer auf Ostern ausgerichtet. Sie verströmt bereits „den himmlischen Duft der Osterfreude“, betont Patriarch Bartholomaios.
Der Fastenhirtenbrief des Patriarchen im Wortlaut.
Fastenhirtenbrief von Metropolit Arsenios von Austria
Mit dem Beginn der Großen Fastenzeit ruft Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria in seinem Hirtenbrief die Gläubigen dazu auf, diese Zeit als Gelegenheit zur geistlichen Erneuerung und zur Vorbereitung auf das Osterfest zu nutzen. Er betont, dass die Fastenzeit ein geistlicher Kampf sei, zu dem alle Gläubigen aufgerufen sind, ohne Zuschauer zu bleiben. Dieses „Stadion der Tugenden“ sei ein Weg der Nachahmung Christi, der selbst vierzig Tage und Nächte fastete, um den Versuchungen des Bösen zu widerstehen.
Der Metropolit hebt hervor, dass das Fasten nicht nur eine körperliche Enthaltsamkeit sei, sondern vor allem ein Mittel zur Umkehr und zur Erkenntnis der eigenen Sünden. Die Kirche habe diese Zeit als Möglichkeit der Reinigung und der Hinwendung zu Gott vorgesehen. Die Gläubigen seien aufgerufen, sich in Fasten, Gebet, Barmherzigkeit, Geduld und Nächstenliebe zu üben, um so ihre Herzen für die Gnade Gottes zu öffnen.